Corona Impfung

Booster Impfung

 

Welcher Abstand sollte bei der Booster Impfung eingehalten werden?

 

Der Abstand zur letzten COVID Impfung sollte mindestens 4 Monate betragen. Besser ist ein Abstand von 5 Monaten.

 

Zu Missverständnissen hat ein Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums geführt, die Booster-Impfung könne schon nach 4 Wochen sinnvoll sein. Dies gilt ausschließlich für immundefiziente Personen, da bei diesen Menschen von einer stark verminderten Impfantwort ausgegangen werden kann.

 

Eine Booster-Impfung schon nach 4 Wochen macht bei Gesunden wenig Sinn, weil 4 Wochen nach der Zweitimpfung bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen sind und der Booster dann viel schlechter wirkt. In Einzelfällen, z.B. bei Krebspatienten, kann der Abstand kürzer als 4 Monate sein.

 

Bei einer (einmaligen) Impfung mit Johnson&Johnson sollte die nächste Impfung tatsächlich bereits nach 4 Wochen erfolgen.

 

Die Terminvergabe erfolgt online auf unserer Buchungsseite.

 

 

Welcher Impfstoff wird benutzt?

 

Für die 3. Impfung werden ausschließlich die mRNA Impfstoffe von BioNTech und Moderna verwendet, unabhängig davon, ob Sie bisher mit AstraZeneca, BioNTech, Johnson&Johnson oder Moderna geimpft wurden. Auch die Wahl des Impfstoffs für die Booster Impfung ist unerheblich, da beide mRNA Impfstoffe gleich (gut) wirken.

Weitere Informationen zum Moderna Impfstoff erhalten sie unten.

 

 

Sind die bald kommenden Totimpfstoffe sicherer?


"Ich rate niemandem, auf unseren Impfstoff zu warten", sagte Thomas Lingelbach, Geschäftsführer des Totimpfstoffherstellers Valneva. "Das wäre ethisch inakzeptabel." Er empfehle Verwandten und Bekannten zurzeit Impfstoffe der anderen Hersteller. Er selbst habe sich kürzlich mit dem mRNA-Produkt von BioNTech boostern lassen.

 

 

Können unterschiedliche Impfstoffe "gemischt" werden?

 

Wie bereits erläutert, ist es egal, mit welchem der beiden Impfstoffe (BioNTech oder Moderna) Sie geboostert werden. War z.B. ihre erste Impfung mit AstraZeneca und die zweite mit BioNTech, können sie bei der Booster Impfung auch Moderna erhalten. Man kann es sich so vorstellen, dass Sie schon wenige Tage nach der Impfung keinen Impfstoff mehr im Körper haben sondern nur die durch die Impfung gebildeten Antikörper. Es gibt jedoch keine "BioNTech-" oder "Astra-Antikörper", sondern nur "Corona-Antikörper". Insofern wird durch Verwendung eines anderen Herstellers nichts gemischt.

 

 

Wie viele Impfungen erhalten Genesene?

 

Genesene, die mind. 4 Wochen nach ihrer SARS-CoV-2-Infektion eine Impfung erhalten haben, gelten als vollständig geimpft. Laut aktuellen Empfehlungen wird eine weitere (Booster) Impfung nicht benötigt.

 

 

Werden Impfdosen verworfen, für die ich mich melden kann?

 

Es ist tatsächlich so, dass viele Personen nicht zu ihren Terminen erscheinen. Sie können sich via Email an uns wenden, wenn Sie bei einer übrig gebliebenen Dosis angerufen werden möchten. Schicken Sie uns hierfür am besten die Telefonnummer, unter der wir Sie am besten erreichen können.

Besondere Personengruppen

  • Kinder/Jugendliche: Jugendliche ab 12 Jahren können sich bei uns impfen lassen, vorausgesetzt sie selbst und die Eltern sind einverstanden. Zugelassen ist ausschließlich der Impfstoff von BioNTech. Wir impfen keine 5 bis 11 Jährigen, da wir die Impfung Jugendlicher und insb. Erwachsener zum derzeitigen Zeitpunkt für wesentlich wichtiger halten. Stellungnahme für Impfungen bei Jugendlichen.
  • Schwangere: Ab dem 2. Trimenon ist eine Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech möglich. Es sollte eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung erfolgen.
  • Stillzeit: In der Stillzeit kann bedenkenlos geimpft werden, ohne vorher abzustillen.
  • Genesene: Haben Sie bereits eine COVID Infektion durch gemacht und waren zuvor ungeimpft, sollten Sie frühestens 4 Wochen nach der positiven PCR eine Impfung erhalten. Eine Boosterimpfung sollte dann 6 Monate nach der Impfung erfolgen. Waren Sie geimpft und haben sich dennoch infiziert, sollten Sie 6 Monate nach der Infektion eine Booster Impfung erhalten.

Antikörpertest

Wir arbeiten mit einem Antikörpertest, wodurch der Schutz vor COVID beurteilt werden kann, sowohl nach einer Impfung als auch nach einer durchgemachten Infektion.

Impfstoffe

Moderna

Der Impfstoff von Moderna ist in der Wirkweise mit dem von BioNTech nahezu identisch. In den ersten Studienergebnissen war die Wirkung von Moderna sogar der von BioNTech leicht überlegen. Neure Untersuchungen zeigen, dass beide Impfstoffe gleich wirksam sind. Auch die Nebenwirkungen sind praktisch indentisch. Der wesentliche Unterschied beider Impfstoffe besteht darin, dass bei der Erst- und Zweitimpfung bei Moderna je 0,5ml und bei BioNTech je 0,3ml injiziert werden. Daher sind die Nebenwirkungen bei Moderna teilweise etwas intensiver. Bei der Booster Impfung wird bei Morderna nur die halbe Dosis, d.h. 0,25ml verwendet, wodurch die Verträglichkeit - wieder im Vergleich mit BioNTech - nicht schlechter ist. Aktuell ist Moderna jedoch nur für über 30-Jährige empfohlen. Hintergrund ist die etwas höhere Rate an Herzmuskelentzündungen als potenziell gefährliche Nebenwirkung.

 

Dank fehlerhafter Planung unseres Bundesgesundheitsministeriums erhalten wir nicht ausreichend BioNTech Impfstoff, sodass wir in Einzelfällen auch schon bei gebuchten BioNTech Terminen auf Moderna ausweichen müssen. Aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht, ist das völlig unbedenklich; kein Arzt würde Moderna als Impfstoff ablehnen. Dennoch bedauern wir die dadurch erneut entstehenden Verunsicherungen.

Biontech

Für den BioNTech Impfstoff können Sie einen Termin auf unserer Buchungsseite erhalten. Das Mindestalter für die Impfung wurde auf 12 Jahre herab gesenkt.

 

In seltenen Fällen kann es durch die Impfung zu einer Herzmuskelentzündung kommen. Besonders gefährdet sind Männer <30 Jahren. Hier beträgt das Risiko ca. 1:20.000. Die Entzündungen sind in den meisten Fällen milde und heilen folgenlos ab. Dennoch sollte diese Komplikation ernst genommen werden. Wir empfehlen Ihnen optimalerweise 1 Woche nach der Impfung keinen Sport zu treiben. Treten bei Ihnen nach ca. 3 Tagen Beschwerden wie Herzklopfen, Druck in der Brust oder Kurzatmigkeit auf, melden Sie sich bitte unbedingt bei einem Arzt.

 

Für unter 30-Jährige wird inzwischen ausschließlich der Impfstoff von BioNTech empfohlen.

Johnson & Johnson

Der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson ist mit dem von AstraZeneca sehr vergleichbar, sowohl von der Wirkung als auch von den Nebenwirkungen. In sehr seltenen Fällen kann es wenige Tage nach der Impfung zu gefährlichen Thrombosen kommen. Das Risiko ist für junge Frauen am größten und beträgt ca. 1:100.000. Die Gefahr gefährlicher Komplikationen durch eine COVID Infektion ist weitaus höher. Aufgrund der besseren Verträglich- und Wirksamkeit der mRNA Impfstoffe raten wir insbesondere Männern unter 30 Jahren und Frauen unter 40 Jahren von dem Johnson & Johnson Impfstoff ab.

 

Im Vergleich zu mRNA Impfstoffen, wirkt die Impfung mit Johnson & Johnson schlechter gegen die bisher dominante Delta Variante des Virus. Daher wird inzwischen empfohlen, (frühestens) 4 Wochen nach der Impfung eine weitere Impfung mit einem mRNA Impfstoff wie BioNTech durchzuführen. Dennoch spricht man weiterhin nach der einmaligen Impfung mit Johnson & Johnson von einem "vollständigen Impfschutz".

 

Aufgrund des sehr geringen Risikos für Thrombosen, impfen wir Frauen erst ab 40 Jahren, Männer schon ab 18 Jahren.

 

Impfungen mit Johnson & Johnson führen wir ab dem 12.01.2022 nicht mehr durch.

AstraZeneca

Wir halten den COVID Impfstoff von AstraZeneca für sehr gut. Die Wirksamkeit ist bereits 3 Wochen nach der ersten Impfung hervorragend (94% weniger schwere Verläufe). Der Großteil unseres Teams sowie führende Politiker wurden mit AstraZeneca geimpft.

 

In sehr seltenen Fällen kann es wenige Tage nach der AstraZeneca Impfung zu gefährlichen Thrombosen kommen. Das Risiko ist für junge Frauen am größten und beträgt ca. 1:100.000. Die Gefahr gefährlicher Komplikationen durch eine COVID Infektion ist weitaus höher. Dennoch raten wir Männern unter 30 Frauen unter 40 Jahren von dem Impfstoff ab.

 

In Anbetracht des Nutzen-Risiko Profils ist eine Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff für Frauen über 40 Jahre und für Männer über 18 Jahre in unserer Praxis möglich.

 

Impfungen mit AstraZence führen wir aktuell nicht durch. 6 Monate nach der 2. Impfung mit AstraZeneca sollte eine 3. Impfung mit einem mRNA Impfstoff wie BioNTech erfolgen.

Infos für Impfskeptiker

Wir stehen hinter den Empfehlungen der STIKO und empfehlen die zugelassenen Impfungen gegen COVID-19 für die entsprechenden Personengruppen. Alle Mitglieder unseres Teams haben 3 Impfungen gegen COVID-19 (BioNTech und AstraZeneca) erhalten.

 

Wir respektieren es jedoch ausdrücklich, wenn Sie sich gegen die Impfung entscheiden. Wir möchten Sie weder zur Impfung überreden, noch möchten wir Sie in irgendeiner Form unter Druck setzen. Unsere Aufgabe besteht darin, Sie aufzuklären und individuell auf Ihre Fragen und Bedenken einzugehen. Denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, raten wir folgendes zu bedenken. Da uns das Virus nicht verlassen wird, werden sich Ungeimpfte mit sehr großer Wahrscheinlichkeit infizieren. Das Risiko schwerwiegender Folgen durch die Infektion ist nicht grundsätzlich hoch, jedoch statistisch weitaus höher als das ´Risiko für einen bleibenden Impfschaden. Gerne gehen wir auf Ihre Fragen und Sorgen in einem individuellen Beratungsgespräch ein.