Corona Impfung

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Häufige Fragen

 

Ist eine 4. Impfung nötig?

 

Die STIKO empfiehlt eine zweite Boosterimpfung (4. Impfung) für Menschen ab 70 Jahren, Bewohner und Bewohnerinnen sowie Betreute in Einrichtungen der Pflege. Auch Menschen mit Immunschwäche ab 5 Jahren und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen sollten sich eine weitere Impfung verabreichen lassen. Die Impfung soll frühestens 3 Monate nach der ersten Booster Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen solle die Auffrischimpfung frühestens nach 6 Monaten erhalten. Personen, die nach dem ersten Booster eine Sars-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird keine weitere Auffrischimpfung empfohlen.

 

Wir bieten inzwischen allen über 18 Jährigen die 4. Impfung an. Aufgrund des geringen Risikos der 4. Impfung möchten wir Ihnen die Möglichkeit, sich erneut boostern zu lassen, nicht vorenthalten. Grundsätzlich stehen wir jedoch hinter den Empfehlungen der STIKO.

 

 

Welcher Impfstoff schützt am besten gegen die aktuell vorherschenden Omikron Varianten?


Die Impfstoffe von BioNTech, Moderna und Novavax schützen in etwa gleich gut gegen die Omikron Varianten. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass im September 2022 ein neuer, speziell gegen Omikron schützender Impfstoff zur Verfügung steht. Sobald wir genaueres wissen, finden Sie hier alle Infos.



Wer bekommt den neuen Totimpfstoff?

 

Der erste COVID Totimpfstoff der Firma Novavax ist in unserer Praxis erhältlich. Dieser ist eine Alternative (keine Ergänzung) zu den bisherigen mRNA Impfstoffen von BioNTech und Moderna. Er ist vorgesehen für Personen, die keine mRNA Impfstoffe erhalten möchten oder diese nicht vertragen. Die STIKO empfiehlt den Totimpfstoff ab 18 Jahren. Es sind zwei Impfstoffdosen im Abstand von 3 Wochen zu verabreichen. Bei dem Mittel Nuvaxovid von Novavax handelt es sich um einen Proteinimpfstoff mit einem Wirkverstärker, wie bei der gängigen Grippe-Impfung.

 

 

Welcher Abstand sollte bei der Booster Impfung eingehalten werden?

 

Der Abstand zur letzten COVID Impfung sollte mindestens 3 Monate betragen. Die Impfung wirkt besser bei einem Abstand von 4-5 Monaten. Bei hoher Inzidenz ist ein Abstand von 3 Monaten jedoch sinnvoll.

 

Bei einer (einmaligen) Impfung mit Johnson&Johnson sollte die nächste Impfung bereits nach 4 Wochen erfolgen.

 

Die Terminvergabe erfolgt online auf unserer Buchungsseite.

 

 

Welcher Impfstoff wird für Booster Impfungen benutzt?

 

Für Booster Impfungen werden ausschließlich die mRNA Impfstoffe von BioNTech und Moderna verwendet, unabhängig davon, ob Sie bisher mit AstraZeneca, BioNTech, Johnson&Johnson oder Moderna geimpft wurden. Auch die Wahl des Impfstoffs für die Booster Impfung ist unerheblich, da beide mRNA Impfstoffe gleich (gut) wirken.

Weitere Informationen zu den einzelnen Impfstoffen erhalten sie unten.

 

 

Können unterschiedliche Impfstoffe "gemischt" werden?

 

Wie bereits erläutert, ist es egal, mit welchem der beiden Impfstoffe (BioNTech oder Moderna) Sie geboostert werden. War z.B. ihre erste Impfung mit AstraZeneca und die zweite mit BioNTech, können sie bei der Booster Impfung auch Moderna erhalten. Man kann es sich so vorstellen, dass Sie schon wenige Tage nach der Impfung keinen Impfstoff mehr im Körper haben sondern nur die durch die Impfung gebildeten Antikörper. Es gibt jedoch keine "BioNTech-" oder "Astra-Antikörper", sondern nur "Corona-Antikörper". Insofern wird durch Verwendung eines anderen Herstellers nichts gemischt.

 

 

Wie viele Impfungen erhalten Genesene?

 

Genesene, die mind. 4 Wochen nach ihrer SARS-CoV-2-Infektion eine Impfung erhalten haben, gelten als vollständig geimpft. Laut aktuellen Empfehlungen wird eine weitere (Booster) Impfung frühestens 3 Monate später benötigt. Siehe dafür die Grafik oben.

Besondere Personengruppen

  • Kinder/Jugendliche: Jugendliche ab 12 Jahren können sich bei uns impfen lassen, vorausgesetzt sie selbst und die Eltern sind einverstanden. Zugelassen ist ausschließlich der Impfstoff von BioNTech. Wir impfen keine 5 bis 11 Jährigen, da wir die Impfung Jugendlicher und insb. Erwachsener zum derzeitigen Zeitpunkt für wesentlich wichtiger halten. Stellungnahme für Impfungen bei Jugendlichen.
  • Schwangere: Ab dem 2. Trimenon ist eine Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech möglich. Es sollte eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung erfolgen.
  • Stillzeit: In der Stillzeit kann bedenkenlos geimpft werden, ohne vorher abzustillen.
  • Genesene: Haben Sie bereits eine COVID Infektion durch gemacht und waren zuvor ungeimpft, sollten Sie frühestens 4 Wochen nach der positiven PCR eine Impfung erhalten. Eine Boosterimpfung sollte dann 6 Monate nach der Impfung erfolgen. Waren Sie geimpft und haben sich dennoch infiziert, sollten Sie 6 Monate nach der Infektion eine Booster Impfung erhalten.

Antikörpertest

Wir arbeiten mit einem Antikörpertest, wodurch der Schutz vor COVID beurteilt werden kann, sowohl nach einer Impfung als auch nach einer durchgemachten Infektion.

Impfstoffe

Novavax

Der erste Totimpfstoff Nuvaxovid der Firma Novavax wurde am 20.12.2021 in der EU für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Seit dem 04.03.2022 ist er in unserer Praxis erhältlich. Das besondere an Nuvaxovid ist, dass es sich um einen "klassischen" Totimpfstoff handelt, wie bereits viele Impfstoffe, z.B. gegen die saisonale Influenza (=Grippe), bekannt sind.

 

In den Zulassungsstudien hat der Impfstoff eine mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech und Moderna vergleichbare Wirksamkeit gezeigt. Als Nebenwirkungen sind die gängigen lokalen und systemischen Impfreaktionen mit Schmerzen an der Einstichstelle und grippartigen Beschwerden bekannt. Diese können über wenige Tage anhalten und sind ähnlich stark wie nach Impfung mit den anderen Covid-19-Impfstoffen. Es sind keine schwereren Nebenwirkungen bekannt.

 

Es werden 2 Dosen im Abstand von 3 Wochen verabreicht. Die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird zum jetzigen Zeitpunkt von der STIKO nicht empfohlen. Eine Impfung kann jedoch im Einzelfall erwogen werden, wenn eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation gegen mRNA-Impfstoffe besteht.

 

Bei einer Skepsis oder Unverträglichkeit gegenüber den neuartigen mRNA Impfstoffen von BioNTech und Moderna, ist dieser Impfstoff eine sehr gute Alternative.

Moderna

Der Impfstoff von Moderna ist in der Wirkweise mit dem von BioNTech nahezu identisch. In den ersten Studienergebnissen war die Wirkung von Moderna sogar der von BioNTech leicht überlegen. Neure Untersuchungen zeigen, dass beide Impfstoffe gleich wirksam sind. Auch die Nebenwirkungen sind praktisch indentisch. Der wesentliche Unterschied beider Impfstoffe besteht darin, dass bei der Erst- und Zweitimpfung bei Moderna je 0,5ml und bei BioNTech je 0,3ml injiziert werden. Daher sind die Nebenwirkungen bei Moderna teilweise etwas intensiver. Bei der Booster Impfung wird bei Morderna nur die halbe Dosis, d.h. 0,25ml verwendet, wodurch die Verträglichkeit - wieder im Vergleich mit BioNTech - nicht schlechter ist. Aktuell ist Moderna jedoch nur für über 30-Jährige empfohlen. Hintergrund ist die etwas höhere Rate an Herzmuskelentzündungen als potenziell gefährliche Nebenwirkung.

Biontech

Für den BioNTech Impfstoff können Sie einen Termin auf unserer Buchungsseite erhalten. Das Mindestalter für die Impfung wurde auf 12 Jahre herab gesenkt.

 

In seltenen Fällen kann es durch die Impfung zu einer Herzmuskelentzündung kommen. Besonders gefährdet sind Männer <30 Jahren. Hier beträgt das Risiko ca. 1:20.000. Die Entzündungen sind in den meisten Fällen milde und heilen folgenlos ab. Dennoch sollte diese Komplikation ernst genommen werden. Wir empfehlen Ihnen optimalerweise 1 Woche nach der Impfung keinen Sport zu treiben. Treten bei Ihnen nach ca. 3 Tagen Beschwerden wie Herzklopfen, Druck in der Brust oder Kurzatmigkeit auf, melden Sie sich bitte unbedingt bei einem Arzt.

Johnson & Johnson

Der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson ist mit dem von AstraZeneca sehr vergleichbar, sowohl von der Wirkung als auch von den Nebenwirkungen. In sehr seltenen Fällen kann es wenige Tage nach der Impfung zu gefährlichen Thrombosen kommen. Das Risiko ist für junge Frauen am größten und beträgt ca. 1:100.000. Die Gefahr gefährlicher Komplikationen durch eine COVID Infektion ist weitaus höher. Aufgrund der besseren Verträglich- und Wirksamkeit der mRNA Impfstoffe raten wir insbesondere Männern unter 30 Jahren und Frauen unter 40 Jahren von dem Johnson & Johnson Impfstoff ab.

 

Im Vergleich zu mRNA Impfstoffen, wirkt die Impfung mit Johnson & Johnson schlechter gegen die bisher dominanten Varianten des Virus. Daher wird inzwischen empfohlen, (frühestens) 4 Wochen nach der Impfung eine weitere Impfung mit einem mRNA Impfstoff wie BioNTech durchzuführen und weitere (mindestens) 3 Monate später eine Booster Impfung durchzuführen.

 

Aufgrund des sehr geringen Risikos für Thrombosen, impfen wir Frauen erst ab 40 Jahren, Männer schon ab 18 Jahren.

 

Impfungen mit Johnson & Johnson führen wir seit dem 12.01.2022 nicht mehr durch.

AstraZeneca

Wir halten den COVID Impfstoff von AstraZeneca für sehr gut. Die Wirksamkeit ist bereits 3 Wochen nach der ersten Impfung hervorragend (94% weniger schwere Verläufe). Der Großteil unseres Teams sowie führende Politiker wurden mit AstraZeneca geimpft.

 

In sehr seltenen Fällen kann es wenige Tage nach der AstraZeneca Impfung zu gefährlichen Thrombosen kommen. Das Risiko ist für junge Frauen am größten und beträgt ca. 1:100.000. Die Gefahr gefährlicher Komplikationen durch eine COVID Infektion ist weitaus höher. Dennoch raten wir Männern unter 30 Frauen unter 40 Jahren von dem Impfstoff ab.

 

In Anbetracht des Nutzen-Risiko Profils ist eine Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff für Frauen über 40 Jahre und für Männer über 18 Jahre in unserer Praxis möglich.

 

Impfungen mit AstraZence führen wir aktuell nicht durch. 6 Monate nach der 2. Impfung mit AstraZeneca sollte eine 3. Impfung mit einem mRNA Impfstoff wie BioNTech erfolgen.

Infos für Impfskeptiker

Wir stehen hinter den Empfehlungen der STIKO und empfehlen die zugelassenen Impfungen gegen COVID-19 für die entsprechenden Personengruppen. Alle Mitglieder unseres Teams haben 3 Impfungen gegen COVID-19 (BioNTech und AstraZeneca) erhalten.

 

Wir respektieren es jedoch ausdrücklich, wenn Sie sich gegen die Impfung entscheiden. Wir möchten Sie weder zur Impfung überreden, noch möchten wir Sie in irgendeiner Form unter Druck setzen. Unsere Aufgabe besteht darin, Sie aufzuklären und individuell auf Ihre Fragen und Bedenken einzugehen. Denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, raten wir folgendes zu bedenken. Da uns das Virus nicht verlassen wird, werden sich Ungeimpfte mit sehr großer Wahrscheinlichkeit infizieren. Das Risiko schwerwiegender Folgen durch die Infektion ist nicht grundsätzlich hoch, jedoch statistisch weitaus höher als das ´Risiko für einen bleibenden Impfschaden. Gerne gehen wir auf Ihre Fragen und Sorgen in einem individuellen Beratungsgespräch ein.